Venloop 2015

Es ging mal wieder zum Venloop! Dieser Lauf ist ja mittlerweile fester Bestandteil in unserem Laufkalender. Der Hammer war dieses Jahr jedoch das wir es tatsächlich geschafft haben, mit einem vollen Reisebus nach Venlo zu fahren! Wir sind alleine mit 22 Läufern und Läuferinnen aus dem  OTV Endurance Team an den Start gegangen. Die Stimmung war einfach genial! Selbst das anfangs trübe und kalte Wetter hat uns nicht gestört alle waren in Lauf Party Laune. Eigentlich sollte ich ja nicht starten weil mein Knie vom Transgrancanaria Lauf noch ein wenig angeschlagen war. Aber unser Physiotherapeut Thorsten Wagner war so lieb und hat mir das Knie getaped. So war ein Start dann doch noch für mich möglich. Zwar konnte ich nicht so laufen wie ich gerne wollte konnte aber dann zum Schluss doch noch eine Persönliche Bestzeit für mich herauskratzen! Bestzeiten fielen in Venlo einige an dem dann nachher doch noch schönen und sonnigen Tag! Was sollte man bei 21 Km Party und guter Laune  auch anderes machen!? „Hier!“  geht es zu den Ergebnissen von den gestarteten OTV´lern.

Transgrancanaria 2015

Endlich war es wieder soweit! Die Reise ging Richtung Grancanaria. Diesmal wollte ich was erholter an den Start gehen und habe die Gelegenheit direkt genutzt, um einen Kurzurlaub mit Kathrin in der Sonne zu verbringen während hier bei uns in Deutschland noch der Frost sein Unwesen treibt. Nach einer Woche perfekter Erholung in der Sonne auf einer Traumhaften Insel war die Schonfrist jedoch vorbei! Der Start für den TGC rückte immer näher! Laut Ausschreibung hatten wir eine Strecke von 127 Km mit 8500 HM vor der Brust. Die Route führte wieder von Agaete quer über die Insel nach Maspalomas. Es standen 700 Starter bereit um ein unbeschreibliches läuferisches Abenteuer zu bestreiten von denen jedoch zum Schluss nur die häfte über die Zielline lief. Ich war innerlich sehr nervös weil es letztes Jahr eine Punktlandung ohne Wertung war (siehe Bericht TGC 2014) aber gleichzeitig war ich auch besser vorbereitet als im Vorjahr und zudem auch noch erholt! Also sollte doch alles gut gehen habe ich mir eingeredet!

Am 06.03.2015 Punkt 23:00 Uhr lokaler Zeit fiel der Startschuss. Günter ist auch wieder mit gestartet leider musste er den Lauf frühzeitig abrechen da er sich zuvor bei einem Radsturz einiges in die Knochen gezogen hat unteranderem sogar einen gebrochenen Finger. Was die Nutzung von Laufstöcken unmöglich machte. Ich habe mich nach vier Stunden von Günter getrennt. Günter ist übrigens den Weg bis nach Agaete über einen Wanderweg alleine zurück gelaufen was zum Schluss als Gesamtstrecke auch nicht zu verachten war! Hut ab Günter es war die richtige Entscheidung das Rennen hier abzubrechen und auf deinen Körper zu hören!!!

Ab hier ging es für mich alleine weiter naja nicht immer es sind ja noch viele andere Läufer auf der Strecke zumindest war es in der ersten Nacht und am ersten Tag so! Man hat immer jemanden überholt oder wurde überholt oder lief zwischenzeitlich in einer Gruppe mit die das gleiche Tempo hielt. Aber das wurde mit der Zeit immer weniger. Das Feld entzerrte sich immer weiter und man war immer häufiger alleine unterwegs. Aber auch das war mir egal die Insel war Traumhaft! Jeder Ausblick brannte sich in meinem Kopf fest der Tag verging wie im Flug und mir ging es gut! Meinen Schuhen dagegen ging es leider nicht mehr so gut ich musste bei ca. Km 80 in Garanon meine bequemen HOKA gegen weniger komfortable Salomon Schuhe tauschen weil sich die Sohlen zerlegt haben. Auf in die zweite Nacht alleine mit meiner Stirnlampe Richtung Maspalomas. Alles lief gut. Ich sammelte fleißig meine Km und hatte noch ein Polster von 1,5 Stunden und mein Plan war es nach 28,5 Stunden im Ziel zu sein. Leider Musste ich dann ganz schnell Feststellen, das 1,5 Stunden nicht wirklich viel ist wenn man auf einmal nicht mehr richtig laufen kann! Ich denke im Nachhinein das es am Schuhwechsel lag das ich plötzlich Schmerzen im rechten Knie hatte. Es kann aber ebenso sein das ich mich vertreten habe oder es einfach nur eine Ermüdung war. Wie dem auch sei es war auf jeden Fall nicht mehr möglich die Passagen die ich normaler weise gelaufen oder getrabt wäre nur noch gehen konnte! Zwar zügig aber langsamer wie vorher. Und so kam es das mein Polster immer kleiner wurde und das schneller als mir lieb war das könnt Ihr mir glauben. Zum Schluss habe ich dann nach 29 Stunden und 30 Minuten das Ziel erreicht. Der TGC war geschafft er war der Hammer!!! Ich freue mich schon auf nächstes Jahr und hoffe dass ich wieder dabei bin!